St. Martin und das 21. Jahrhundert

St Martin Tisch Laterne

Der November ist bei uns geprägt von Nebel, Nebel und nochmal Nebel. Das wir in der seidig, grauen Brühe regelrecht versinken, liegt wohl auch daran, dass wir mitten im Moor – Naturschutzgebiet wohnen. Ganz ehrlich – so in der Vorweihnachtszeit finde ich den Nebel eigentlich ganz schön. Je grauslicher das Wetter, desto gemütlicher ist’s zu Hause. Den November Höhepunkt bildet für mich immer der St. Martins Tag. Allerorts ziehen die Kinder mit ihren liebevoll, selbstgebastelten Laternen durch die Straßen. Ihre kleinen roten Backen glühen dabei vor Stolz – mindestens genauso hell – wie das Licht das sie tragen.

Ich muss gestehen – ein bisschen wehmütig bin ich aber schon! Früher waren die Laternen immer mit (gut festgeklebten) Teelichtern bestückt. Da gab es einen Hauch von Spannung, ob das Lichtlein brav brennt oder durch, ach zu en­thu­si­as­tisches Gewackel und Geschauckel der Laterne, frühzeitig ausgeht. Ein bisschen enttäuscht war ich also, als mein Großer und ich, letztes Jahr das erste Mal durch die dörflichen Straßen gewandelt sind. In seiner Laterne flackerte nämlich kein Kerzlein. Nun, geflackert hat es schon! – Leider war’s aber eine LED Lampe, die aufgrund offensichtlicher Qualitätsmängel, keinen Dauerschein zustande brachte. Naja und das die selbstgebastelte Laterne an einem rot-blau-gelben Plastikrohr hing, statt an einem rustikalen Holzstab, fand ich nun auch nicht so prickelnd. Sei es wie es sei – die neue Mode mit den Glühbirnenlaternen hat sicher ihre Berechtigung wenn man das Ganze aus der Sicht „Unfallvermeidung / Verbrennungen“ betrachtet.

Auf der anderen Seite fehlte mir ohne die Kerzen aber etwas. Damit die Kids trotzdem den besonderen Zauber eines Kerzenscheins in einer Laterne nachempfinden können, haben wir uns kurzer Hand eine Tischlaterne gebastelt. Denn die Technik die bei vielen St- Martins Laternen zur Anwendung kommt, funktioniert auch hervorragend auf Glas. So stehen neuerdings zwei leuchtend rot und gelb beklebte Gläser auf unserem Esstisch, die uns bei jedem Essen wunderbar leuchten. Das Highlight dabei – am Schluss, die Kerzen mit großem Gepuste und viel Gelächter ausblasen. Tja und wenn der Kerzenrauch sich dann ganz geheimnisvoll aus der Öffnung kringelt, werden sogar meine Jungs ganz still. Kurzzeitig jedenfalls.

St Martin TischlaterneDie Laterne ist ganz leicht selber zu machen:
1. Seidenpapier (in den gewünschten Farben) in kleinere Stücke reißen
2. Ein altes, sauberes Marmeladenglas stückchenweise mit Tapetenkleister (dünn auftragen) bestreichen
3. Das Seidenpapier überlappend auf den Leim drücken und nochmals mit dem, in Leim getauchten Pinsel, darüber malen
4. trocknen lassen und mit einem Teelicht bestücken
Fertig!

Viel Spaß und besinnliche Stunden.
Besonders gut schmeckt im Laternenschein ein Stück selbstgemachter Zitronenkuchen!
Das Rezept findest Du gleich unten. Einfach klicken und schon bist Du dort.

Lass uns gemeinsam vergnügt kochen!
Herzliche Grüße, Deine Claudia

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