Führungsqualitäten

Schweinehund

Führungsqualitäten beweisen – muss man ganz oft. Ich natürlich auch – erst kürzlich. Die meisten meiner Mitarbeiter sind wundervolle, konstruktive Teile meines Lebens. Sie bereichern mich, versorgen mich mit Ideen, hören zu wenn’s mal nicht so läuft und haben zumeist ein paar aufmunternde Worte für mich. Aber ich bin hier mal ehrlich, es gibt auch welche, die sich aus Prinzip immer querlegen. Die miese Stimmung machen, immer dagegen sind und prinzipiell neue Projekte sabotieren. Du wirst es Dir schon denken – dann sind natürlich ernste Worte angebracht. Dieses Gespräch ist natürlich auch mir nicht erspart geblieben! Nachdem nämlich mein Projekt „Babyspeck“ phänomenal gescheitert ist, habe ich ein ernstes Wort mit dem „Owizara“ meines Teams gesprochen.

Was soll ich sagen – mein innerer Schweinehund war nicht begeistert. Ich meine – ich hab ja keinen Konfettiregen oder Standing Ovations für meine Ansprache erwartet, aber zumindest Entgegenkommen oder Verständnis. Stattdessen hat er sich ins Schmollwinkerl verzogen und Proteste angekündigt, sollte ich, O-Ton Schweinehund: „ … die hinrverbrannte Scheiße mit mehr Bewegung und die fucking Idee mit weniger Süßkram ...“ tatsächlich Realität werden lassen. Du siehst schon, auch an seiner Ausdrucksweise müsste man dringend arbeiten, aber *seufz* wann soll ich denn das auch noch machen …

Jedenfalls ist mein innerer Schweinehund absolut nicht zum Einlenken bereit. Er ärgert mich, er drangsaliert mich und er stellt mich richtig auf die Probe. Aber nachgeben ist nicht – ich meine wo kämen wir da hin, wenn ich kampflos den Chefsessel räumen würde! Da ich aber natürlich Kilometer an Mitarbeiterführungsfachliteratur gelesen habe und auf „Du + Du“ mit Freud, Adler und Jung bin, ist mir natürlich klar, dass ich ihm einen Kompromiss bieten muss. In meinem Fall also Rezepte, die meine Pläne nicht vereitelt gleichzeitig aber meinen inneres Schweinehündchen versöhnlich stimmen …

Dein Blick schweift nach unten, nach dem Rezept suchend – dein Blick wird fragend: Wo bitteschön ist denn das Rezept? Die schonungslose Wahrheit: Es gibt keines – noch nicht! Ich bin nämlich weiterhin ratlos, sprachlos und ideenlos. Um diesem unbefriedigenden Zustand Abhilfe zu verschaffen, verabschiede ich mich hier von Dir und wälze jetzt ein paar Kochbücher. Keine Sorge, Du hörst wieder von mir – bald! Ich melde mich asap mit Rezepten für kleine, lästige Schweinehunde. Falls Du tatsächlich keinen hast dann freu Dich einfach über neue Ideen und bitte melde Dich und sag mir wie Du Deinen losgeworden bist!

Lass uns gemeinsam vergnügt kochen!
Herzliche Grüße
Claudia

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