Keks auf Rezept

gesunde Kekse

Seit August stehen sie in Reih und Glied im Regal: Lebkuchen, Zimtsterne, Dominosteine und Schokonikoläuse in allen erdenklichen Variationen. Genauso lange habe ich auch schon die Diskussion mit meinen Söhnen, wann wir denn endlich etwas davon mit nach Hause nehmen. Ich finde ja gar nix dabei, dass meine Kinder auch mal was Süßes essen und sich an Schokolade und Keksen freuen. Für mich als Mutter ist es trotzdem jeden Tag eine Herausforderung einen guten Weg für mich und meine Familie zu finden. Ein striktes Verbot und unendliche Diskussionen halte ich für völlig fehl am Platz genauso wie einen unreflektierten Weg des Überflusses. Am beschwerlichsten empfinde ich die Suche nach einem sinnvollen Weg im Dezember. Ich sag nur: Adventskalender, Nikolaus, Weihnachtskekese & Co.

Offensichtlich geht es auch anderen Müttern ähnlich, denn fast zeitgleich fragten mich zwei Freundinnen ob ich nicht eine gesunde Variante eines Keksrezeptes hätte. Die eine brauchte es explizit als gesunden Weihnachtskeks. Die andere als „all year long – goodie“, um dem Sohnemann den Fußmarsch vom Kindergarten bis nach Hause schmackhaft zu machen. Naja und bei der Vorgabe „gesund & Keks“ war selbst ich kurz ratlos. Falls Du nun möglicherweise glückselig auf ein gesundes Keksrezept wartest, dass man ohne Reue immerzu & in großen Mengen genießen kann – die muss dich enttäuschen! Trotzdem bin ich, mit ein paar Einschränkungen, fündig geworden.

Nachfolgend gibt es ein Keksrezept, dass zwar auch genügend Kalorien enthält, aber sonst mit sehr guten und – für Körper und Geist – wertvollen Zutaten aufwartet. In diesen Keksen steckt ganz viel Kraft aus Gewürzen. Ganz wichtig dabei ist – alle Gewürze sollen nur in kleinen Mengen konsumiert werden! Das gilt auch für diese Kekse: Kinder sollten nicht mehr als 3 Stück am Tag und Erwachsene nicht mehr als 10 Stück am Tag essen! Die Wundermischung enthält Zimt, Muskatnuss und Nelken in gemahlener Form:

ZIMT: Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Zimt – den echten und teuren Ceylon-Zimt und den billigen Kassia- Zimt (aus China). Ihr solltet immer, wirklich immer versuchen Ceylon Zimt zu bekommen!! Lest das kleingedruckte auf der Packung. Nicht nur das der Kassia Zimt weder das gute Aroma noch die wertvollen Inhaltstoffe hat – er enthält auch in großen Mengen den giftigen Stoff Cumarin, der leberschädigend sein soll. Der teure Ceylon Zimt enthält diesen Stoff zwar auch, aber in viel geringeren Mengen! Wer meint darauf kommt’s doch nicht an, der sollte mal bei Ökotest oder Foodwatch nachlesen. Der Zimt den man übers. Müsli, den Getreidebrei oder Kekse zu sich nimmt, sollte auf alle Fälle der Gesundheit zuträglich sein und nicht umgekehrt. Vorsicht ist auch geboten bei industriell gefertigten Produkten wie z.B.: Zimtsternen. Bei Fertigprodukten wird fast immer der billige Kassia Zimt verwendet. Ceylon Zimt hat aber sehr viele gute Eigenschaften: er ist „wärmend“, kurbelt die Produktion von Verdauungsenzymen und senkt den Blutzuckerspiegel.
MUSKATNUSS: Sollte ebenfalls nur in geringen Mengen konsumiert werden und dann entfaltet sie auch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die Substanzen ihres ätherischen Öls wirken antibakteriell, entzündungshemmend sowie entkrampfend und unterstützen die Leber.
NELKEN: wirken entzündungshemmend

Das Rezept für die Kekse ist ein „Hildegard von Bingen“ Rezept. Hildegard von Bingen war eine Benediktineräbtissin aus dem 11. Jahrhundert, die sich intensiv mit Fragen zur richtigen und gesundheitsfördernden Ernährung beschäftige. Diese Lehre hat bis heute Bestand und ist aktuell wie nie. Es geht darum saisonale und regionale Produkte aus ökologischer Landwirtschaft zu verwenden und einzelne Lebensmittel auch als Heilmittel (ähnlich der chinesischen Medizin) einzusetzen. Die „Nervenkekse“ sind also durchaus gesund und wohltuend für den Körper, dürfen aber – wie eine Arznei – nicht über dosiert werden! Ein Keks auf Rezept, sozusagen. Probiere die Kekse mal beim nächsten Nachmittagstief als kleinen Muntermacher aus. Zumindest das „Süßkram – schlechte Gewissen“ darfst Du dabei getrost wieder weg schicken.

Lass uns gemeinsam vergnügt kochen!
Herzliche Grüße, Claudia

PS: Das Rezept findest Du gleich hier unten!

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